Jurys 2017
Preisjury

Bettina Borgfeld

Wurde 1964 in Bad Homburg geboren. Sie studierte Amerikanistik, Theater Film Fernsehen und Kunstpädagogik (Magister) sowie Journalistik an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz.  Seit 1992 arbeitet sie als Journalistin und Kamerafrau für eine internationale Nachrichtenagentur in Deutschland und im Ausland. Seit 2001 arbeitet sie als Kamerafrau für Reportagen, Features, Kurzberichte und gibt Kamerakurse für angehende Journalisten in Krisengebieten (Deutsche Welle). 2004 führte sie erstmals Regie für „Schusswechsel“ (Reportage) für den sie 2005 den Deutschen Fernsehpreis und 2006 den Deutschen Menschenrechtspreis erhielt. Ihr zweiter Film, eine Auftragsarbeit für Ärzte ohne Grenzen, „Ich bin immer noch ich“ (2007), porträtiert HIV-positive Jugendliche in einem Township in der Nähe von Kapstadt und zeigt deren Alltag mit der Krankheit. Ihr letzter zahlreich prämierter Kinodokumentarfilm "Raising Resistance" (u.a. Deutscher NaturfilmPreis 2012) zeigt die Auswirkungen der globalisierten Landwirtschaft am Beispiel von Kleinbauern in Paraguay. Momentan arbeitet sie an dem Dokumentarfilm „Do or Die“ (Arbeitstitel) über den Konflikt zwischen den Bewohnern einer kleinen Insel und zwei Millardärsbrüdern, der die Lebensweise der Insulaner und ihre gerade erst errungene Demokratie gefährdet.

Christian Cools

Christian Cools ist seit 1998 als Redakteur bei ARTE für verschiedene Sendeplätze in den Bereichen Gesellschaft, Wissen, Natur & Umwelt und Dokumentarfilm tätig. Seit 2013 ist er auch für den Sendeplatz „Entdeckung“, auf dem Natur- und Tierfilme gesendet werden, mitverantwortlich. Er kümmert sich um die Betreuung der Projekte, Koproduktionen und die Programmierung. Cools studierte am Institut National des Sciences Appliquées in Toulouse Ingenieurswissenschaften im Bereich Thermik und promovierte und forschte anschließend am Centre d´Energétique de l´Ecole des Mines in Paris zum Thema Passive Sonnenenergie für Gebäude. Während seiner langjährigen Tätigkeit bei ARTE in Frankreich, war er unter anderem in verschiedenen internationalen Festival-Jurys tätig. Darunter das Montreal International Documentary Festival und das NaturVision Festival in Ludwigsburg. Von 2000 bis 2003 war er zudem Vorstandsmitglied des Ökomedia Instituts in Freiburg. 2016 führte er die Regie bei der Florianfilm-Produktion „Kanadas Nationalparks – Der Mingan-Archipel“.

Rosie Koch

Rosie Koch, geb. am 20.09.1970 in Balingen, studierte nach dem Abitur Biologie in Mainz, Jena und Tübingen. Bei einem Praktikum in Ludwigsburg erlernte sie AVID Schnitt, Kameraarbeit und Bildbearbeitung. Während ihrer Doktorarbeit in St. Louis, USA über Nacktmulle in Kenia erstellte sie mehrere, zum Teil preisgekrönte, Tierkurzdokumentationen in Eigenregie. Einem weiteren Praktikum bei Story House Productions in Berlin folgte eine 3-jährige Anstellung bei Marco Polo Film in Heidelberg als Rechercheurin und Autorin. 2010 gründete sie ihre eigene Naturfilm-produktionsfirma Nona Naturedocx. Sie drehte unter anderem einen Naturfilm über die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars für den World Wide Fund For Nature (WWF) und war für 2 Folgen in der der Sendereihe "Mythos Tier" für den MDR und ARTE verantwortlich. 2011 realisierte sie als Produzentin, Autorin und Regisseurin für den NDR-Naturfilm „Die Delfinflüsterin – Vor Irlands wilder Küste“. Ihr Dokumentation „Wächter der Wale“ wurde 2016 für den Deutschen NaturfilmPreis nominiert. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Naturfilmautorin und Produzentin in Berlin.

Prof. Dr. Manfred Niekisch

Manfred Niekisch, geboren 1951 in Nürnberg, ist seit März 2008 Direktor des Frankfurter Zoos. Seit 2010 hat er zudem die Professur für Internationalen Naturschutz an der Goethe-Universität Frankfurt inne, nachdem er in gleicher Funktion vorher 10 Jahre an der Universität Greifswald lehrte und forschte. Niekisch ist in zahlreichen Funktionen ehrenamtlich tätig, so als Präsident der Society for Tropical Ecology (gtö) sowie als Vizepräsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und des Global Nature Fund. Von 1991 bis 2008 war er Erster Vizepräsident des Deutschen Naturschutzringes (DNR). Für die maximal möglichen zwei Amtszeiten wurde er von 2000 bis 2008 in den Council der Welt-Naturschutzunion IUCN gewählt. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von National Geographic und Mitherausgeber des Journal for Nature Conservation. 2016 wurde er zum dritten Mal in den Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU) berufen. Im August 2013 erfolgte zudem die Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und im Juli 2014 in den Landesnaturschutzbeirat Hessen. Im Oktober 2015 wurde er zum Vorsitzenden des Komitees für Naturschutz und Nachhaltigkeit des Weltverbandes Zoologischer Gärten und Aquarien (WAZA) gewählt.

Daniel Opitz

Daniel Opitz, geboren 1971, entwickelt und produziert innovative und international preisgekrönte Dokumentationen und Naturfilme wie “Die grosse Welle” (2000), “Der Elefantenmann” (2003), “Das Geheimnis der Buckelwale” (Deutscher NaturfilmPreis 2008) und “Giganten in Gefahr” (2011). Im Mittelpunkt seines filmischen Interesses steht das emotionale Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur, Wissenschaft und Kunst, Meer und Bewusstsein. Seit 2000 arbeitet Daniel Opitz als unabhängiger Filmemacher unter dem Namen Ocean Mind, ist Gründer und Geschäftsführer der Ocean Mind Edutainment GmbH, Vorsitzender der Ocean Mind Foundation und Kurator des Cinemare Filmfestivals. Seit mehreren Jahren befasst sich Daniel Opitz intensiv mit Potentialen und Herausforderungen so genannter “immersiver Medien” wie Fulldome, Virtual-, Augmented- und Mixed Reality, speziell in den Bereichen digitale Bildung und Wissenschaftskommunikation. Im Jahr 2015 entwickelte er das crossmediale Projekt “Uhrwerk Ozean” für das Helmholtz Zentrum in Geesthacht, bestehend aus einer 10minütigen 360° Fulldome Installation zum Thema Wirbelforschung und einer mobilen Kuppel, in der hochkomplexe Meeresforschung einem breiten Publikum unterhaltsam vermittelt wird. Aktuell arbeitet er in Zusammenarbeit mit der US-Amerikanischen Meeresbehörde NOAA an einer 13minütigen 360° Fulldome Installation in 3D zum Thema Buckelwale und deren Kommunikation.

Nominierungsjury

Monika Seiffert

Geb. 1948 in Leipzig, 1968–1972 Journalistikstudium in Leipzig . Von 1972–1991 Redakteurin (Dokumentarfilm) beim DDR-Fernsehen, von 1992 bis 2015 beim MDR zuständig für den Tier- und Naturfilm und für »Länder – Menschen – Abenteuer« . Monika Seiffert war dort u .a . verantwortlich für die MDR-Reihen »Abenteuer Zoo«, »Deutschlands wilde Tiere«, »Europas wilder Osten« und für zahlreiche Einzelfilme .

Katrin Dücker-Eckloff

Katrin Dücker-Eckloff arbeitet seit 2008 als freie VideoEditorin mit dem Schwerpunkt Naturfilm unter anderem für die ARD und das ZDF. Im Anschluss an ihre Ausbildung zur Cutter-Assistentin bei Garrett Film studierte sie an der Kommunikationsakademie in Hamburg und schloss dort als Kommunikationswirtin ab. Parallel dazu absolvierte sie eine Ausbildung zur BetacamSP Editorin und arbeitete als Cutterin bei Baumgarten TV in Hamburg. Als Dozentin für Video und Schnittgestaltung ist sie für die VHS Bremen, die Akademie für Publizistik in Hamburg sowie für die Friedrich Ebert Stiftung in Bonn tätig. 2014 war sie Mitglied der Filmvorauswahl-Jury des Wildscreen Filmfestivals in Bristol.

Heike Keuthen

Früher Biologin, jetzt Journalistin. Beides mit Leidenschaft. Lange freiberuflich für Nachrichtensender, Agenturen und Reisesendungen in aller Welt unterwegs gewesen. Jetzt Nachrichtenredakteurin in Hamburg. Ihre erste - gemeinsam mit Birgit Klumpp - selbstproduzierte und finanzierte Doku "Sale of the Sea" wurde 2016 für den Deutschen Naturfilmpreis nominiert.

Jörg Neumann

Jörg Neumann (Jahrgang 1958) studierte 1981 bis 85 in Potsdam-Babelsberg Film- und Fernsehproduktion. Ende der 90er Jahre wechselte er in die Tätigkeit des Fernseh-Redakteurs. Beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) ist er überwiegend für Programmübernahmen zuständig und betreut Sendeplätze im Natur- und Tierfilmgenre.

Kai Lüdeke

Geb. 1979 in Bremen, leitet seit 2009 das Darßer NaturfilmFestival und die Verleihung des Deutschen NaturfilmPreises. Davor arbeitete er im WIldpark Eekholt in Schleswig-Holstein im Umweltbildungs- und Veranstaltungsbereich. Als Freizeit- und Tourismuswissenschaftler befasste er sich schon während seines Studiums intensiv mit dem Thema Mensch und Natur.

Kinderjury

Darßer Dachse

Die Junior-Ranger des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft aus der freien Schule in Prerow vergeben den Preis der Kinder-Jury.